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immer. Er stürzte; er blutete. Schließlich hat man ihn dann hochgezerrt, ins Bad geführt, mit kaltem Wasser ein bißchen abgewaschen und versucht, die Blutspuren wegzuwischen.- Soviel dazu.

Einen Fall im Zusammenhang mit einer Heirat: Eine etwa 4ojährige hatte eine Freundschaft nur durch Gespräche begonnen. Sie wurde zusammen mit ihrer Mutter und noch zwei anderen Damen in das sogenannte Konferenzzimmer gerufen. Nach einem kurzen Wortwechsel schlug Schäfer ihr in Gegenwart ihrer Mutter - auch ich stand dort und ebenfalls Herr Schmidt -links und rechts ins Gesicht. Sie wurde nachher in ihr Zimmer weggebracht.

In diesem Zusammenhang möchte ich einen Satz wiedergeben, der mir unvergessen bleibt. Ich brachte sie dann in dem Wagen zu der Stelle, wo ihr Fahrrad stand. Sie saß im Wagen und weinte. Nur wir beide waren im Wagen. Dann guckte sie zu mir herüber und schrie mich an: Du bist schuld daran, daß ich hier bin. Diese Tatsache, dieser Ausspruch steht für mich für viele, viele andere. Deshalb habe ich auch in meinem persönlichen Wort vorhin darauf hingewiesen.

Ich kürze. Man kann die gesamte Verhaltensweise überhaupt nicht verstehen, wenn man nicht das Stichwort ,Beichte“ mit berücksichtigt, d. h. daß die einzelnen alles aussprechen. Das hat nichts mehr mit Beichte im christlichen Sinne zu tun, denn es geht bis in die Gedankenwelt hinein. Niemand darf etwas haben, was geheim ist. Auf der einen Seite soll jeder alles aussprechen, und spricht jeder alles aus, wird er dadurch schon verwirrt, weil er manchmal nicht mehr weiß, was er noch sagen soll, und klagt sich dabei selbst an. Es gibt keine Heimlichkeiten. Auf der anderen Seite darf man untereinander, d. h. Eltern mit den Kindern oder auch die Arbeitskollegen, über nichts reden, was sich im

- Fundo abspielt, auch wenn es Bagatellen sind, so daß auch die Eheleute nur in gewissem Sinne miteinander reden können, aber nicht über persönliche Probleme; denn das könnte schon wieder zu Konsequenzen führen, weil die zweite These von Schäfer heißt: Wer redet, ist schuldig; wer hört, ist aber noch mehr schuldig. Also wenn ich jetzt meiner Frau etwas

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erschüttert, und sagte mir dann, Frau Eva Schaak habe sie so häufig geschlagen - sie hat mit ihr im Schweinestall zusammengearbeitet -, daß es ihr letztlich zuviel geworden sei. Darum sei sie geflohen. Dann hat mir Herr Schäfer telefonisch die Anweisung gegeben, ihr Schreibmaterial ans Bett zu bringen, damit sie aufschreiben könne, was sie bewegt habe zu fliehen, damit sie also ihre Beichte niederschreiben könne.

Ich könnte fortfahren mit Flüchtlingen, deren Fluchtversuche gescheitert sind.

Vielleicht noch ein Fall: Heinz Schmidt, früher Heinz Kuhr, hat mir selber erzählt, daß er es schon zweimal geschafft hatte, bis in die deutsche Botschaft zu kommen, daß er einmal beim Pförtner abgefangen wurde - seine Adoptiveltern, Hermann und Ursel Schmidt, schon hinter ihm her waren und Ursel, seine Mutter, dann furchtbar geweint hat. Er liebte sie und ist aus Liebe zu seiner Mutter zurückgegangen. Um des Vaters willen hätte er das nie gemacht; denn der sei immer kalt und abweisend ihm gegenüber gewesen. Das zweite Mal war er schon in der Botschaft. Wieder kamen die Eltern, haben ihn überredet, haben ihm viele Versprechungen gemacht und haben ihn wieder mitgenommen zurück nach Dignidad.

Seitdem lebt er im Hospital; als völliges Wrack läuft er herum. Ich würde sagen, er kann gar nicht mehr klar denken. Er ist ständig in der Behandlung des Hospitals und hat entsprechende Kleidung. Der Schneidermeister Pöhlchen hat Order, ihm nur entsprechende Anzüge und Oberbekleidung zu geben. Er trägt Schuhe mit einem bestimmten Profil, die ihm nur über die Krankenschwester Maria gegeben werden. Er wird eben als geistig umnachtet von Schäfer verschlissen nach all den Jahren der Behandlung. Er steht immer unter Medikamenten.

Einmal erlebte ich etwas - es war in den 80er Jahren, schon Anfang 1980; ich weiß das Datum nicht genau -, als ich ins Kinderhaus ging. In dem Kinderhaus wohnen die einzelnen Kindergruppen. Da war eine Mädchengruppe, die 10- bis l2jährigen. Ich kam herein und hörte ein furchtbares Geschrei von Herrn