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Gerhard Laube - im Alter von Dr. Hopp - ist eines Tages plötzlich verschwunden gewesen, und die Schäferhunde, die eingesetzt wurden, nahmen dann seine Spur auf. Er wurde wieder zurückgebracht. Wir saßen in der kleinen Küche. Vorher hatte Schäfer - dann läuft ja jede Verständigung per Funk -darauf hingewiesen, sie sollten achtgeben, es könne sein, daß er seine Pistole bei sich habe und daß es zu Schießereien komme. Dazu kam es nicht. Gerhard Laube wurde zurückgebracht. Es fand ein kurzes freundschaftliches Gespräch statt.-Eine Zwischenbemerkung an dieser Stelle: Es ist ganz unterschiedlich, wie derjenige, der geflüchtet ist und zurückgeholt wird, behandelt wird: der eine mit größter Freundlichkeit, als sei überhaupt nichts, und der andere kommt gleich ins Krankenhaus. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Von da ab sind sie zunächst einmal Beschattete, d. h. es wird ihnen einer zugeordnet, der immer achtgibt - während der Arbeitszeit und bei allem, was auch geschieht -, wo der Betreffende sich aufhält, damit er nicht womöglich einen zweiten Fluchtversuch unternimmt.

Als nächstes möchte ich Alfred Matthusen nennen, der zur Zeit in Deutschland die Sache leitet. Alfred Matthusen hat in Santiago viele Jahre die Einkäufe in unserem Büro geleitet. Eines Tages ließ er seinen Wagen stehen, nachdem er alles sorgfältig vorbereitet hatte, stieg in eine spanische Maschine und flog nach Madrid. Ich ging gerade über den Hof. Schäfer ging zu dem sogenannten Flip - das ist die Stelle, wo die Telefone und die Überwachungsanlagen sind - und sagte zu mir:

Komm mal schnell mit. Wir gingen hinauf, und dann wurde noch Herr Schmidt gerufen; die anderen wurden hinausgeschickt.-Wenn besondere Telefonate und Funkgespräche stattfinden, dann werden die jungen Männer, die da drin sind, manchmal hinausgeschickt. Nun begann das Gespräch mit Santiago, um ihn zu suchen und festzustellen, wo er war. Auf Grund der guten Verbindungen konnten wir uns sofort mit leitenden Stellen am Flughafen in Verbindung setzen und hatten schnell heraus, mit welcher Maschine er geflohen war. Aber er war weg. Dann wurde

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Frau Matthusen ins Clubzimmer ins Frei-Haus gerufen. Ich sollte kurz mit ihr sprechen; auch Herr Schäfer kam nach wenigen Minuten dazu. Die Hauptfrage an Frau Matthusen war, wie später auch an meine Frau, ob sie etwas davon gewußt habe und wo denn die Gründe liegen könnten. Sie fing an, bitterlich zu weinen und sagte, sie könne sich nur denken, daß Alfred, ihr Mann, es nicht mehr ertragen habe, daß sie über so viele Jahre hätten getrennt leben müssen. Er kommt nur am Wochenende, und zwar spät, von Santiago nach Hause. Dann haben sie höchstens die Möglichkeit, in der Bäckerei hinter dem Backofen ein Lager zu finden. Morgens um 4 Uhr kommen schon die Leute, die in der Bäckerei mit der Arbeit beginnen. Dann müssen sie also schon wieder verschwinden. Es darf auch nicht gesehen werden, daß sich die beiden Verheirateten - sie hatten ja auch schon vier Kinder - da zusammen als Eheleute bewegen; auch das Thema werde ich gleich noch berühren.

Dann sagte Herr Schäfer nur: Warum hat er denn nichts gesagt?-Das ist übrigens eine ganz abscheulich ausweichende und unwahre Reaktion. Die gleichen Worte hat er mir gesagt; die gleichen Worte hat er den Packmors gesagt. Hinterher haben sie bis zu meiner Flucht, bis 1984, doch immer noch kein Zimmer gehabt.-Das gab Frau Matthusen als vermuteten Grund an, weshalb er geflohen sei.

Er ist dann von Madrid aus wieder nach Siegburg gegangen und war einige Monate dort. Auch das war bezeichnend: Als Herr Matthusen bereits in Siegburg bei Herrn Schaak war, sagte Herr Schäfer so nebenbei: Wißt ihr auch schon, daß der Tokaju - so wurde der Alfred genannt - bei dem Alfred Schaak in Siegburg ist? Das stellte er so hin, als ob er dahin geschickt worden wäre oder plötzlich freiwillig dahin gefahren wäre. Die Tatsache, daß er geflohen war, und diese ganzen Zusammenhänge sind total unter den Tisch gefallen; denn die Information der Mitglieder ist gleich Null, bzw. wenn sie stattfindet, dann ist sie irreführend.

Einen kleinen nächsten Fall möchte ich nennen, den des Jürgen Szurgelies, und zwar deshalb, weil ich von Santiago aus per Funk miterlebte, wie Herr Schäfer das ge-