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ich mit diesen Medikamenten malträtiert worden bin, an den Hals bekommen; das sage ich einmal so salopp.

Ich darf bei dieser ganzen Geschichte natürlich auch nicht den Fall meiner Mutter vergessen, die heute leider nicht anwesend ist und, wenn sie geladen worden wäre, dieser Strapaze einer solchen Anhörung auch überhaupt nicht standhalten könnte. Meine Mutter ist in der Zeit vom August 1963 bis zum 5. April 1966 von dieser ach so sozialen und für das Recht des Kindes, des streunenden Kindes und was weiß ich noch alles eintretenden Gesellschaft, in einem Raum eingesperrt gewesen, in dem sie sich mehrerer Elektroschockbehandlungen unterziehen mußte - ebenfalls gegen ihren Willen. Selbst wenn man dieser Frau nicht ganz glauben will, daß das passiert ist, kann sie nachweislich heute noch die verbrannten Schläfen vorweisen, die auf eine unsachgemäße Behandlung mit Elektroschocks zurückzuführen sind.

Ich möchte dann zu den Prozessen noch etwas sagen. Die Urteile gegen mich sind in meiner Abwesenheit verkündet worden. Ich konnte die Prozesse nicht gewinnen. Ich konnte die Prozesse deshalb nicht gewinnen, weil ein Herr Heinz Kuhn, der sich ein paar Jahre nach meiner Flucht ebenfalls von der Sekte getrennt hat, seinerzeit von Schäfer beauftragt gewesen ist - so hat er hier in Deutschland dem WDR in die Kamera berichtet -, meine Prozesse zu manipulieren. "Manipulieren“ heißt in diesem Zusammenhang: Die Dolmetscherin, die meine Aussagen aus der deutschen Sprache ins Spanische übersetzen sollte, sollte diese zu meinem Nachteil verbiegen, so daß ich auf Grund einer falschen Berichterstattung und einer falschen Übersetzung nie in die Lage versetzt worden wäre, selbst wenn ich hundertmal die Wahrheit gesagt hätte, irgendeinen Prozeß zu gewinnen. Außerdem hat dieser Mann ausgesagt, daß er von Schäfer beauftragt worden sei, rechtzeitig an Unterlagen und Gerichtsakten heranzukommen, damit die Gegenseite vor den anderen Akteneinsicht nehmen konnte, um sich rechtzeitig mit ihren sehr guten Anwälten - so muß ich sagen; ich hatte ja nur einen Pflichtverteidiger auf den Prozeß vorzubereiten.

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auch die Bilder gemacht hat, die im Westdeutschen Rundfunk gesendet worden sind - nichts direkt abgestritten hat. Ich habe Herrn Hopp natürlich gefragt - insofern stimmt es, daß ich ihn mit Vorwürfen konfrontieren wollte -: Gibt es bei Ihnen Elektroschockgeräte? Herr Hopp hat mir sinngemäß geantwortet - er wird das hier nicht besser haben, weil es dort üblich ist, Tonbandgeräte mitlaufen zu lassen - -

Vors. Vogel: Hier laufen eine ganze Reihe von Tonbandgeräten. Ich habe das nicht beanstandet. Es ist eine öffentliche Veranstaltung.

Gemballa: Herr Hopp hat damals auf meine Frage gesagt, es gebe eines, das sei eine lange Jahre wissenschaftlich anerkannte Methode der Therapie gewesen; der Psychiater, der dieses Mittel benutzt hätte, sei allerdings inzwischen verstorben. Auf meine Frage, ob Kinder und andere Menschen dort geprügelt werden, sagte er sinngemäß, er könne antworten, was er wolle, ja oder nein, jede Antwort sei auch falsch. Auf meine Frage, ob es einen Mercedes 600 für den Diktator Pinochet gegeben habe, sagte er, man hätte den nicht so richtig dem Diktator Pinochet geschenkt und auch nicht vermittelt, sondern eher so organisiert. Für mich war das Eindrückliche, daß ich für alle Vorwürfe, die es gibt - wie heute z. B. -, keine schlichte Ablehnung gefunden habe und man sich bemüht hat, Verständnis dafür zu schaffen.

Ich habe das Erlebnis gehabt, wie auch verschiedene der Herrschaften, die hier sind, - auch Herr Bossle -, daß man mir einen Knabenchor vorgeführt hat. Dieser Knabenchor zeigt, daß die Vorstellung falsch ist, daß man hier nur das Tor aufmachen müßte und die Menschen würden herauslaufen. Die Menschen, die dort leben, sind nicht mehr in der Lage, autonom zu entscheiden; sie leben seit 25 Jahren unter einem strengen psychischen Druck und werden sicherlich auch mit Medikamenten behandelt. Es ist ein Omnibus mit verhangenen Scheiben vorgefahren. Etwa 50 Personen haben sich vor dem Empfangshaus auf-

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- Jawohl. Es sind fünf Helfer. Ich kann sie Ihnen namentlich geben. - Oder die Kinder wurden unter die kalte Dusche gestellt. Nach dem Prügeln wurden sie wieder ins Bett gebracht, und sie durften weiter so liegen.

Ich wurde als untauglich weggetan. Viehtreiber hat man benutzt und die Kinder damit bearbeitet, - Viehtreiber mit elektrischer Batterie.

Ich wurde dann als untauglich aus dieser Gruppe getan, aus dieser Gruppe der Aufpasser. Ich war aber auch dabei, als Gisela Seewald diesen Jungen - ich sage es der Wahrheit entsprechend, wie ich es erlebt habe - Spritzen in die Hoden gab. Die lagen dann geschwollen im Unterleib da. Herr Hartmut Hopp wird es bestätigen müssen.

Dann kam ich von dort weg, erst einmal ins Neukra, wo ich dann die Begegnung mit der schon geschilderten Ulrike Misselwitz hatte. Ich hatte in dem ganzen Haus nur die Pflege. Mit den Jungen, die nur zur Nacht dahin kamen, hatte ich nichts mehr zu tun. Ich war abgesetzt.

Einige Wochen nach der Neukra-Zeit kam ich in die Mädchenarbeit. Ich bekam eine Gruppe von zehn oder elf Mädchen, die 18 bis 20 Jahre alt waren, zum Teil überentwickelt, die ohne Miederwaren in extra häßlichen Kleidern herumliefen und gearbeitet haben. Das war eine sogenannte Lila-Gruppe, jetzt umbenannt als "Feldmäuse“.

Mit diesen Mädchen habe ich gearbeitet. Auf dem Feld, in jeder Arbeit. Dann habe ich den Mut gehabt, bin zu Schäfer gegangen, habe ihm die Lage erklärt, daß die Kinder doch so nicht gehen könnten, daß wir doch zumindest bei der Unterwäsche anfangen müßten und daß das die Kinder in ihrem Fleiß fördern würde, in allem, was sie tun, wenn sie entsprechende Kleidung hätten. Dann hat er mich zu Gisela Seewald geschickt, die sehr empört war, wie ich dazu käme. Als ich dann aber sagte, daß ich von Schäfer komme und habe den Auftrag, mit ihr zu sprechen, da gab sie grünes Licht. Alles, was man in Fundo erreichen will, ist nur möglich, wenn man sagt: Ich komme von Schäfer.